Wasservögel

Unter dem Begriff „Wasservögel“ versteht der Jäger alle Vogelarten, die am Wasser leben oder auf Feuchtgebiete angewiesen sind. So die Schwimmvögel mit den Enten, Gänsen und Schwänen, die Stelzvögel mit beispielsweise den Reihern, die Watvögel mit dem jagdbaren Vertreter Waldschnepfe und die Sumpfvögel wie etwa das Blesshuhn.

Stockente

Die zu den Schwimm- oder Gründelenten zählende Stockente (Anas platyrhynchos) ist die größte, häufigste und jagdlich interessanteste heimische Ente. Der Stockerpel ist im Prachtkleid durch den flaschengrünen Kopf, den weißen Halsring und der kastanienbraunen Brust unverwechselbar. Die vier mittleren Stoßfedern sind hakig gekrümmt („Schneckerln“), die Ruder orangerot. Schon im Spätherbst finden sich die Paare zusammen. Während der winterlichen Balzspiele bemühen sich mehrer Erpel um ein Weibchen. Lebhafte Auseinandersetzungen bleiben dabei nicht aus. Die Stockente ist nahezu ein Allesfresser, sie lebt von Wasserpflanzen, aber auch von Kleintieren.

  • Brutzeit: (März)April – Juni
  • Brutdauer: 25 – 28 Tage
  • Gelege: 7 – 16 Eier
  • Verbreitung: Von der Ebene bis zum Mittelgebirge fehlt die Stockente an keinem Gewässer. Selbst auf kleinen Teichen ist sie anzutreffen. Ăśppiger Uferbewuchs als Schutz vor Störung wird gerne angenommen.

 

Waldschnepfe

Die Waldschnepfe (Scolopax rusticola) zählt zur Familie der Schnepfenvögel und sieht der unter Naturschutz stehenden Bekassine ähnlich. Der Größe nach ist sie einer kleinen Taube ähnlich, hat einen gedrungenen Körper und einen langen Schnabel, den Stecher. Auf dem Kopf hat sie zwei bis drei breite Querstreifen (die der Bekassine sind längsgestreift).
Durch ihr braunes gesprenkeltes Federkleid ist die Waldschnepfe äußerst gut getarnt. Außerdem ist die dämmerungsaktiv, sodass die Lebensweise schwer zu beobachten ist.

Ihre Nahrung besteht aus Kleintieren des Bodens, Regenwürmern und Insekten, die mit dem pinzettenartigen Stecher geschickt gegriffen werden können.

Brutzeit: März – Juli
Brutdauer: 21 Tage
Gelege: 4 Eier

Verbreitung: Die polygyne Waldschnepfe (das heißt, ein Männchen begattet mehrere Weibchen) brütet von der Waldzone Westeuropas bis Japan. In unseren Breiten tritt sie überwiegend als Zugvogel von Februar/März bis Oktober auf, wobei Mitte April der Durchzug der im Norden brütenden Vögel seinen Höhepunkt erreicht. Die Waldschnepfe brütet in ausreichend feuchten Waldgebieten mit guter Struktur. Obwohl Laub- und Mischwälder zu ihren bevorzugten Lebensräumen zählen, besiedeln die Waldschnepfen im Gebirge auch reine Nadelwälder.

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